2„Wir haben heute zwischen den materiellen und den schwierigen strukturellen Fragen eine gute Balance und damit tragfähige Lösungen gefunden“, erklärte der dbb-Verhandlungsführer Willi Russ nach dem erfolgreichen Abschluss der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Landesdienst am 17. Februar 2017 in Potsdam.

Durch die linearen Erhöhungen von 2,0 Prozent (ab 1.1.2017) und 2,35 Prozent (ab 1.1.2018), den Mindestbetrag von 75 Euro und die Ausweitung der Erfahrungsstufe 6 auf alle Entgeltgruppen hatten die Gewerkschaften bei der Bezahlung nachhaltige Verbesserungen erreicht. „Alle drei Punkte sind enorm wichtig für die Fachkräftegewinnung und die Konkurrenzfähigkeit des Landesdienstes auf dem Arbeitsmarkt. Außerdem bedeutet dieser Abschluss ein willkommenes Plus im Portemonnaie der Kolleginnen und Kollegen und eine Kaufkraftstärkung für die Binnenkonjunktur“, erklärte Russ.

Beschäftigte fordern Erhöhung der Einkommen um insgesamt 6 Prozent

PosterDie bundesweiten Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Bundesländer wurden am 9. Februar 2017 fortgesetzt. Die Beschäftigten fordern die Erhöhung der Einkommen um insgesamt 6 Prozent. „Bei über acht Milliarden Haushaltsüberschuss 2016 allein für die Länder ist es nur recht und billig, dass die Kolleginnen und Kollegen im Landesdienst heute sagen: Wir wollen unser Stück vom Kuchen“, sagte der dbb Verhandlungsführer Willi Russ bei einer Demonstration von 7.000 Landesbeschäftigten vor dem nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf.

Die Kolleginnen und Kollegen des BTB zeigten deutlich Flagge. Unter der von Ronald Richter entworfenen Kampagne - "Jetzt Schieflage im öffentlichen Dienst ausgleichen" - machten die Mitglieder des BTB in Düsseldorf auf die Probleme in den technischen Fachverwaltungen aufmerksam. Im Interview sagte Jan Seidel: "Wir wollen 6 Prozent, damit die Lücke zwischen öffentlichem Dienst und privater Wirtschaft geschlossen wird. Die Kolleginnen und Kollegen des öffentlichen Dienstes sind es wert!"

Impressionen von der Demonstration in Düsseldorf am 09.02.2017

Starker Auftakt der Beschäftigten zur zweiten VerhandlungsrundeTVL

fau btb vor ortAm 30. Januar 2017 vertraten beim Start der zweiten Verhandlungsrunde BTB Mitglieder die Interessen der Techniker und Naturwissenschaftler im öffentlichen Dienst. Unter dem Motto „Schieflage im öffentlichen Dienst jetzt ausgleichen“ unterstützen die Kolleginnen und Kollegen des BTB die gemeinsame Forderung unseres Dachverbandes dbb und tarifunion.

In einer Ansprache an die Demonstrierenden machte Willi Russ deutlich: „Dogmatische Ablehnung jeder unserer Forderung bringt uns wirklich nicht weiter.

Aktive Mittagspausen

Willi Russ am RednerpultNachdem die erste Runde der Tarifverhandlungen
für den öffentlichen Dienst der Länder
ergebnislos auf den 30. / 31. Januar
2017 vertagt wurde, machten die Beschäftigten
ihrem Unmut in aktiven Mittagspausen
Luft und forderten die Tarifgemeinschaft
deutscher Länder (TdL) auf, sich zu bewegen.
„Nach dem ‚Friede, Freude, Eierkuchen
– Auftakt‘ erwarte ich in der nächsten Runde
klare Zusagen der Arbeitgeber zu unseren
berechtigten Forderungen“, sagte der dbb-
Verhandlungsführer Willi Russ.

 

Verhaltener Verhandlungsauftakt

Vor den Verhandlungen: Willi Russ (2.v.r.), dbb-Verhandlungsführer und Peter-Jürgen Schneider (2.v.l.), TdL-Verhandlungsführer„Das war nicht Fisch, nicht Fleisch, was die Arbeitgeber heute vorgestellt haben“, fasste dbb-Verhandlungsführer Willi Russ den Auftakt zwischen der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und den Gewerkschaften zusammen.

„Ich verbuche auf der Habenseite, dass die TdL begriffen hat: Eine Einkommensrunde ist kein Symposium, auf dem die Inflationsrate im Lande ermittelt und dann an die Beschäftigten weitergegeben wird. Es geht um die angemessene Teilhabe der Beschäftigten am wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes. Deren Bedeutung und Leistungsstärke hat übrigens niemand in Frage gestellt.“

Unzufrieden zeigte sich Russ mit dem fehlenden Gestaltungswillen der TdL: „Ich habe mitunter den Eindruck, manch einer in der TdL sieht eine Einkommensrunde als notwendiges Übel an, das möglichst schnell vorüberziehen soll. Dabei ist sie auch eine Chance, notwendige Veränderungen gemeinsam zu gestalten.

 

Einommensrunde Länder öffentlicher Dienst

Am 14. Dezember 2016 hat die Bundestarifkommission des dbb beamtenbund und tarifunion gemeinsam mit dem Bundesvorstand sowie der Grundsatzkommission für Besoldung und Versorgung die Forderungen für die Einkommensrunde 2017 mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) beraten und beschlossen.